
OMONÉRO
Neue Musik für Zither
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OMONÉRO - Neue Musik für Zither
Die interessantesten Entdeckungen bieten sich meist an den Rändern, dort wo man sie (vielleicht?) nicht vermuten würde... und dieses Suchen an den Rändern der Musik-Welt fördert bisweilen Unerhörtes zu Tage. Während es vor einiger Zeit so aussah, als würde die Zither in ihrem eigenen Klischee erstarren, erlebte sie in den vergangenen Jahren eine erstaunliche Renaissance – vor allem in der zeitgenössischen Musik. Unerschöpflich scheint der Klang- und Farbenreichtum dieses merkwürdigen Zupfinstruments mit fünfeinhalb Oktaven Tonumfang und der Aufteilung in fünf Griffbrettsaiten und 34 frei schwingende Basssaiten.
Neben engagierten Interpreten einer jungen Generation verdankt sich dieser Aufschwung auch den Instrumentenbauern, die die Zither in den letzten Jahren konsequent weiterentwickelt und den Anforderungen neuer Musik angepasst haben. Und nicht zuletzt sind es die Komponistinnen und Komponisten, die sich diesem Instrument auf unorthodoxe Weise genähert und es so aus seiner Rolle als Zitatengeber und Heraufbeschwörer einer versunkenen Welt befreit haben. Was in den 1970er Jahren mit zaghaften Versuchen begann (etwa von Mauricio Kagel oder Walter Zimmermann) hat sich inzwischen zu einer Bewegung ausgewachsen, die so prominente (Komponisten-)Namen einschließt wie Bernhard Lang, Olga Neuwirth, Dieter Schnebel oder Georg Friedrich Haas.
Die Stücke dieser CD markieren fünf konträre Positionen und Herangehensweisen an dieses Instrument. Von Leopold Hurt, der LOGBUCH aus einer improvisatorischen Klangrecherche entwickelt hat, bis zur postseriellen Musik des Dieter Schnebel. Vom verinnerlichten Nachspüren und -hören eines Franz Hautzinger über die radikal witzige Experimentierlust von Manuela Kerer bis zum mikrotonalen Klangkosmos von Georg Friedrich Haas.
Titelliste
» Leopold Hurt (*1979) LOGBUCH (Hommage à K.V.), 2007 01 Erster Eintrag 03:35 02 Zweiter Eintrag 04:22 03 Dritter Eintrag 03:41 » Dieter Schnebel (*1930) Sammelsurium, 2006 04 wie? 01:13 05 Auf! 01:26 06 so oder so 01:40 07 vielleicht... 00:55 08 ja! ja! ja! 00:37 09 nein, nein... oder? 01:08 10 und doch! 01:29 11 nach und nach 02:06 12 nochmals 00:42 » Franz Hautzinger (*1963) kleine Göttermusik, 2009 13 Göttertisch 02:35 14 Göttertrank 02:58 15 Götterspeise 01:12 16 Godess 01:43 17 Goldstaub 01:37 18 Göttertisch II 00:46 19 Göttertisch 01:23 » Manuela Kerer (*1980) Impresa Omonéro, 2009 20 Gedanken (ver)MISCHEN 00:38 21 Austeilen haal 01:19 22 Ziehen hinterfotzig 03:09 23 Paare ablegen hinterrux 00:59 24 Farbe bekennen fregiert 02:35 25 HETSCHEPETSCH Strof 01:01 » Georg Friedrich Haas (*1953) 2001 26 Ein Saitenspiel für umgestimmte Diskantzither 09:08 Instrumente: Altzither Klemens Kleitsch 2003: 1.-3. Diskantzither Klemens Kleitsch 2007: 4.-11., 13.-19., 20.-25. Diskantzither Ulrike Meinel 2003: 26. - Hören
- Leopold Hurt (*1979)
LOGBUCH (Hommage à K.V.), 2007
Erster Eintrag - Dieter Schnebel (*1930)
Sammelsurium, 2006
und doch! - Franz Hautzinger (*1963)
kleine Göttermusik, 2009
Göttertisch I - Manuela Kerer (*1980)
Impresa Omonéro, 2009
Gedanken (ver)MISCHEN - Georg Friedrich Haas (*1953)
Ein Saitenspiel
Sample 2: Ende
- Leopold Hurt (*1979)
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Die CD ist im Fachhandel erhältlich:
Vertrieb: Extraplatte, Katalognummer EX-SP 032-2
oder via E-Mail: Martin.Mallaun [at] uibk.ac.at
Preis: 18€ plus Versandkosten

zwischen steinen
Lautenmusik des deutschen Barock
und zeitgenössische Musik für Zither
- Text
zwischen steinen
Martin Mallaun - zither
Das Solodebut von Martin Mallaun stellt die prachtvollen Piècen des königlichen Hoflautenisten Silvius Leopold Weiss der Musik unserer Zeit gegenüber.
1686 in Breslau geboren, erlernte Silvius Leopold Weiss (1686 – 1750) bei seinem Vater Johann Jacob die Kunst des Lautenspiels. Nach einer Anstellung an der Düsseldorfer Hofkapelle und einem mehrjährigen Aufenthalt in Italien verbrachte er den Großteil seines Lebens als Mitglied der sächsischen Hofkapelle in Dresden. Diese erlebte während der Regierungszeit von August dem Starken und August II. einen enormen Aufschwung und beherbergte neben Weiss einige der berühmtesten Musiker seiner Zeit.
Zeitzeugen zufolge muss Silvius Leopold Weiss ein unglaublich virtuoser Lautenist und genialer Improvisateur gewesen sein. So schreibt sein Schüler und Freund Ernst Gottlieb Baron in der „Untersuchung des Instruments der Lauten“ (1727): „Er ist der Erste gewesen, welcher gezeiget, daß man mehr könnte auf der Laute machen, als man sonsten nicht geglaubet.“ und weiter, „Die Weissianische Art dieses Instrument zu tractieren“ ist „die Beste, Reellste, Gallanteste und Vollkommenste“. Aber nicht nur als Virtuose, auch als Komponist wurde Weiss sehr hoch geschätzt. So schrieb der erste Biograph von J.S. Bach, Johann Nikolaus Forkel, die Kompositionen von Weiss seien „in dem ächten und körnichten Geschmack geschrieben [...] wie ungefehr die Clavier-Arbeiten des sel. Joh. Seb. Bach.“Die Suite in f-moll sowie Tombeau sur la mort de Mr. Cte de Losy schrieb Weiss für die 13-chörige Barocklaute. Die Transkription der Tabulatur und Einrichtung für Altzither stammt von Martin Mallaun.
Titelliste
» Silvius Leopold Weiss (1686 – 1750) 01 Tombeau sur la mort de Mr. Cte de Losy 07:10 » Robert Zollitsch (* 1966) 02 zwischen steinen 11:59 » Silvius Leopold Weiss Suite in f-moll 03 Allemande 04:21 04 Courante 04:01 05 Bourrée 03:12 06 Sarabande: adagio 06:15 07 Menuet 03:08 08 Gigue 03:55 » Fredrik Schwenk (* 1960) 09 Insaturabilien II 04:28 Instrumente Altzither Klemens Kleitsch 2003: 1, 3-8 Diskantzither Ulrike Meinel 2003: 2, 9 - Hören
- Silvius Leopold Weiss (1686 – 1750)
Tombeau sur la mort de Mr. Cte de Losy - Robert Zollitsch (* 1966)
zwischen steinen - Silvius Leopold Weiss
Suite in f-moll - Fredrik Schwenk (* 1960)
Insaturabilien II
- Silvius Leopold Weiss (1686 – 1750)
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Die CD ist im Fachhandel erhältlich:
Vertrieb: Extraplatte, Katalognummer EX-SP 028-2
oder via E-Mail: Martin.Mallaun [at] uibk.ac.at
Preis: 18€ plus Versandkosten - Ausgezeichnet mit dem Pasticcio-Preis von Radio Ö1

„Omonéro“ zeigt in bestechender Weise die klanglichen Möglichkeiten dieses oft unterschätzten Instruments auf.„
Österreichische Musikzeitschrift, 09/2010
„... immer spürt und hört man Hingabe und Authentizität, eine rundum gelungene Produktion.„
Saitenspiel, 4/2010
„Die Reduktion auf ein Instrument ist ein wunderbarer musikalischer Gedanke. Das Anhören dieser CD bedeutet bedingungsloser musikalischer Genuss.„
bockkeller, Zeitschrift des Wiener Volksliedwerks November 2010
„Ganz neue Musik für Zither, die von minimalistisch bis experimentell-witzig reicht.„
Kitzbüheler Anzeiger, 01.07.2010